01-767 08 45 Etrichstrasse 34/Mühlsangergasse 44
1110 Wien

Information für Ärztinnen und Ärzte

Liebe Ärztinnen und Ärzte!
Liebe Ordinationsassistentinnen und -assistenten!


Da es immer wieder zu Nachfragen bezüglich unserer Faxnummer kommt:

(01) 767 08 45 - 15

Sollten Sie uns die Rezepte per Mail zukommen lassen wollen, bitte senden sie diese an info@regenbogen-apotheke.at mit dem Betreff "Rezept Corona".

Rezeptausstellung: Nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen in der Apothekerkammer und der Pharmazeutischen Gehaltskasse wurde uns versichert, gefaxte Rezepte würden für die Zeit der Pandemie als gültiges Kassenrezept angesehen, sofern sie mit dem Vermerk "Corona" oder "Covid-19" versehen sind. Dieser Vermerkt stellt allerdings keine Diagnose dar.

Elektronisches Rezept: Seit 19.03.2020 ist ein Update vorhanden, das uns einen Zugriff auf die e-Medikation durch Stecken der E-Card oder Eingabe der Versicherungsnummer ermöglicht. Diese Regelung gilt allerdings nicht für Suchtgiftrezepte. Sie können uns weiterhin die Rezepte gerne per Fax oder Mail zukommen lassen, oder diese persönlich vorbeibringen.

Dosierungen beim elektronischen Rezept: Wir bitten Sie, nach Möglichkeit die Dosierungen im Bereich der e-Medikation zu vermerken. Wir werden häufig danach gefragt und können uns dann nur an den üblichen Dosierungen orientieren, aber keine definitive Aussage machen.

Bewilligungspflicht: In einem Schreiben der ÖGK vom 18.03.2020 wurde festgelegt, dass die Bewilligungspflicht für Arzneimittel aus der Grünen Box entfällt, wenn der Einmonatsbedarf überschritten wird.
Arzneimittel aus der Gelben Box fallen aus der Bewilligungspflicht, sofern der Einmonatsbedarf nicht überschritten wird.
Für die No-Box und den Roten Bereich gilt weiterhin die Bewilligungspflicht.
Andere Heilmittel (Heilnahrung, Verbandstoffe, etc.) entfallen auch aus der Bewilligungspflicht (Voraussetzung ist die Verordnung für einen maximalen Einmonatsbedarf).


Verordnete Menge: Wir mussten beobachten, dass einige Ärzte große Mengen an Arzneimitteln verordnen. Wir ersuchen Sie, die Menge auf ein übliches Maß zu beschränken, um eine ausreichende Versorgung gewährleisten zu können. Die Großhändler stoßen wie wir an ihre Kapazitätsgrenzen, vor allem im Bereich der Auslieferung kommt es zu Verzögerungen. Dadurch bekommen Patienten mitunter ihre Medikamente nicht sofort ausgehändigt, sondern müssen ein zweites oder drittes Mal kommen, da die Lieferungen nur sehr unregelmäßig erfolgen und oftmals einige Dinge fehlen. Vor allem bei lebenswichtigen Medikamenten (Insulin, Antikoagulanzien, Asthma- und COPD-Inhalatoren, ...) ist es wichtig, dass alle Patienten gleichermaßen versorgt werden können und andere diese nicht daheim horten.

Suchtgiftrezepte: Eine Änderung gab es im Bereich der Suchtgiftrezepte: Suchtgiftrezepte können seit 17.03.2020 ebenfalls per Mail oder Fax an uns gesendet werden, das Original verbleibt in der Ordination. Diese Regelung gilt vorerst nur für die Schmerzmedikation! Eine Abgabe von Suchtgiftrezepten über die e-Medikation ist nicht vorgesehen.

Substitution: Für Substitutionspatienten könnte es weitere Neuerungen für die Dauer der Ausnahmesituation geben (die Verlautbarung ist für die Kalenderwoche 13/2020 geplant), bis dahin gilt die alte Regelung.
Alt bis zum Inkrafttreten der Regelung: Der verschreibende Substitutionsarzt stellt ein Rezept wie gehabt aus und faxt/mailt es an den zuständigen Amtsarzt. Dieser wiederum vidiert und ändert das Rezept im Bedarfsfall und faxt/mailt es an die abgebende Apotheke. Die Originalrezepte verbleiben beim Substitutionsarzt oder Amtsarzt.
Neu ab KW 13/2020: Die Vidierung durch den Amtsarzt entfällt für neu ausgestellte Rezepte, sofern kein Verdacht auf eine Mehrfachbehandlung vorliegt (dies ist vom verschreibenden Substitutionsarzt zu überprüfen). Lediglich ein Vermerk "Vidierung nicht erforderlich" muss im Feld des Amtsarztes mit einer Stampiglie und Unterschrift des Substitutionsarztes erfolgen. Für Substitutionspatienten im Heimquarantäne und zur Minimierung des Ansteckungsrisikos für Patienten und Apothekenpersonal kann eine großzügigere Abgaberegelung vorgesehen werden (z.B. wöchentliche Mitgabe statt täglicher Einnahme, Mitgabe an eine vertrauenswürdige Person unter Vorlage eines Ausweises). Diese Regelungen können jederzeit abgeändert oder widerrufen werden, ob es tatsächlich so in das Bundesgesetzblatt aufgenommen wird, bleibt abzuwarten!

Einlösen der Rezepte: Wir ersuchen Sie, die Patienten darauf aufmerksam zu machen, dass sie die Sozialversicherungsnummer und den Namen bei uns bekannt geben oder die E-Card vorweisen müssen. Das betrifft vor allem die Personen, für die von einer dritten Person die Rezepte eingelöst werden.

Arzneistoffe und Corona: In diversen Medien wurde verbreitet, dass einige Arzneistoffe (u.A. Ibuprofen, inhalierbare Corticosteroide, ACE-Hemmer) den Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion verschlimmern oder sogar eine Infektion fördern können. Diese Information ist nicht belegt und wurde von diversen Fachgesellschaften (WHO, BASG, DAZ) widerlegt.

Schnelltests: Es kommen laufend Angebote zu diversen Schnelltests zum Nachweis einer Infektion. Laut BASG sind diese nicht dazu geeignet, eine Akutinfektion nachzuweisen, da sie die Antikörper im Serum nachweisen. Diese treten allerdings erst einige Tage nach der eigentlichen Infektion auf und in dieser Zeit ist eine Ansteckungsgefahr bereits gegeben.


Sollten noch Fragen auftreten, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!


Wir freuen uns über die gut funktionierende Zusammenarbeit, auch in diesen schwierigen Zeiten, und bleiben Sie gesund!

Das Team der Regenbogen Apotheke
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